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Off-Musik · 6 min

Lenhart Tapes auf Tour 2026 — Slowenisches Tape-Label im Mai-Programm

Das Ljubljana-Tape-Label Lenhart Tapes bringt im Mai und Juni 2026 drei seiner Acts auf eine kleine Berlin-Tour — Villa Kuriosum, ein Hinterhof in Lichtenberg, ein Solidaritäts-Set für ein bedrohtes Hausprojekt. Wir haben die Daten, Adressen und Anfahrt.

Lenhart Tapes — das Ljubljana-basierte Tape-Label rund um Bostjan Lenhart, das seit 2015 experimentelle Solo-Sets, Loop-Stations und Found-Sound-Bands auf C60-Kassette presst — bringt im Mai und Juni drei seiner Acts auf eine kleine Berlin-Tour. Drei Termine, drei Räume, drei Spendenkassen.

Termin 1 — Villa Kuriosum, Lichtenberg, Sonntag 19. Mai

Villa Kuriosum, Scheffelstraße 21, 10367 Berlin-Lichtenberg. Doors 19:30 Uhr, Beginn 21:00 Uhr. Drei Acts: Bostjan Lenhart Solo, das Duo Najlonska Pišal mit präparierten Bandschleifen und Mate-Mate als Live-Headliner. Eintritt: 8 bis 15 Euro Spendenkasse, kein Vorverkauf, Bar bis 02:00 Uhr. Anfahrt: S-Bahn Nöldnerplatz (S5/S7/S75), dann zehn Minuten Fußweg über die Schreiberhauer Straße. Wer den Eingang sucht: rechts neben der Haus-Nummer 21, schmale Tür, ein Aufkleber mit gelbem Stern.

Villa Kuriosum ist seit 2014 die verlässlichste kleine Off-Bühne in Lichtenberg. Der Raum fasst etwa 80 Leute, drei Reihen Klappstühle vorne, der Rest steht. Die Akustik ist überraschend trocken — der Hauptraum hat Holzboden und keine harten Reflexionsflächen. Wer Tape-Loops und Synthesizer-Drones ernst meint, kommt früh und sucht sich einen Platz in der zweiten Reihe.

Termin 2 — Hinterhof in der Modersohnstraße, Friedrichshain, Donnerstag 28. Mai

Modersohnstraße 26, 10245 Berlin-Friedrichshain — Eingang durch die Hofeinfahrt, dann links. Doors 20:00 Uhr, Beginn ab 21:30 Uhr. Diesmal ein Solo-Set von Najlonska Pišal mit Tape-Loops und Field-Recordings aus den slowenisch-italienischen Karst-Höhlen, dazu ein Berlin-Local-Support-Act. Spendenkasse 6 bis 12 Euro. Wenn es regnet, wird kurzfristig in den Probenraum eines Hausprojekts in der Krossener Straße ausgewichen — Adresse wird zwei Stunden vor Konzertbeginn über den Lenhart-Tapes-Telegram-Kanal verteilt.

Der Hof ist klein — etwa 50 Plätze, vorwiegend Stehkonzert. Strom kommt aus einem Verlängerungskabel aus dem Erdgeschoss; die Anlage ist eine Vier-Kanal-Anordnung mit zwei monitor-tauglichen Wedges. Wer technische Frage zur Anlage hat: Soundcheck ab 19:00 Uhr, Tape-Loops bitte vorher abgleichen.

Termin 3 — Solidaritäts-Set für Hausprojekt Köpi 137, Samstag 13. Juni

Köpi 137, Köpenicker Straße 137, 10179 Berlin-Mitte. Doors 19:00 Uhr, Beginn 20:30 Uhr. Solidaritäts-Konzert zur Räumungs-Verhinderung: Köpi steht erneut unter Verkaufsdruck nach der gescheiterten Versteigerung im Februar 2026. Lenhart Tapes spielt zusammen mit zwei Berlin-Locals — voraussichtlich ein experimentelles Cello-Trio aus Neukölln und ein Loop-Set einer Friedrichshainer Synthesizer-Werkstatt. Spendenkasse offen, mindestens 10 Euro empfohlen, alle Einnahmen direkt an die Köpi-Solidaritäts-Kasse.

Köpi hat den größten Raum der drei Termine — etwa 200 Plätze, deutlich rauerer Sound, Hallschatten unter der Decke. Wer pure Loops bevorzugt, ist im Villa Kuriosum besser aufgehoben; wer einen Solidaritäts-Abend mit politischem Rahmen sucht, kommt am 13. Juni.

Tapes vor Ort

Bei allen drei Terminen verkauft Lenhart Tapes seine aktuelle Frühjahrsedition — drei C60-Kassetten, jeweils 12 Euro, limitiert auf 100 Stück pro Titel. Wer eine Kassette aus dem 2023er-Mate-Mate-Release sucht, hat in Berlin eine der letzten Gelegenheiten — die Restbestände aus dem Ljubljana-Lager kommen vermutlich nicht ein viertes Mal auf Tour.


Ressort: Off-Musik